Schlafumgebung & Klima

Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit, Bettwäsche und Matratzen-Technologie – wie die Schlafumgebung den Schlaf beeinflusst.

Tsuzuki et al. (2004) – Effects of Humid Heat Exposure on Sleep, Thermoregulation, Melatonin, and Microclimate

Studie des National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (Japan). Die Autoren untersuchten, wie feuchte Hitze während der Nacht Schlaf, Thermoregulation, Melatonin-Sekretion und das Mikroklima unter der Bettdecke beeinflusst. Hohe Luftfeuchtigkeit bei Wärme verschlechterte die Schlafqualität deutlich stärker als trockene Wärme – ein wichtiger Faktor für das Bettdecken-Klima.

Luftfeuchtigkeit Melatonin Mikroklima

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Tsuzuki et al. (2018) – The Effects of Low Air Temperatures on Thermoregulation and Sleep of Young Men While Sleeping Using Bedding

Studie der Toyohashi University of Technology über die Wirkung niedriger Raumtemperaturen (3 °C, 10 °C, 17 °C) auf den Schlaf junger Männer mit Bettzeug. Die Ergebnisse zeigen, dass extremere Kälte (3 °C) die Thermoregulation signifikant belastet und die Schlafqualität mindert, während bei 10 °C und 17 °C die Bettdecke die Kerntemperatur ausreichend schützen kann.

Kälte 3 °C / 10 °C / 17 °C Bettwäsche

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Moyen et al. (2024) – Sleeping for One Week on a Temperature-Controlled Mattress Cover Improves Sleep and Cardiovascular Recovery

Studie über die Wirkung einer temperaturgesteuerten Matratzenauflage (8sleep Pod) nach einer Woche Nutzung. Die Ergebnisse zeigen Verbesserungen bei Schlafqualität und kardiovaskulärer Erholung. Die Studie belegt, dass aktive Temperaturregulierung im Bett messbare, klinisch relevante Effekte auf Schlaf und Herz-Kreislauf-Parameter hat.

Matratzenauflage Kardiovaskulär 8sleep

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Ko & Lee – Effects of Feet Warming Using Bed Socks on Sleep Quality and Thermoregulatory Responses in a Cool Environment

Studie zur Wirkung von Bettsocken auf Schlafqualität und Thermoregulation in einer kühlen Umgebung. Das Tragen von Bettsocken führte zu einer schnelleren Einschlafzeit und einer längeren Schlafdauer. Die Forscher zeigen, dass die Erwärmung der Füße die distale Hauttemperatur erhöht und damit die periphere Vasodilatation fördert – ein Schlüsselmechanismus für den Schlafbeginn.

Bettsocken Fußtemperatur Einschlafzeit

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Abe & Kodama (2014) – Distal–Proximal Skin Temperature Gradient Prior to Sleep Onset in Infants

Studie der Japanese Red Cross Akita College of Nursing über den distalen–proximalen Hauttemperaturgradienten (DPG) vor dem Einschlafen bei Säuglingen. Die Forscher zeigten, dass der DPG ein zuverlässiger Prädiktor für die Einschlaflatenz ist – auch bei Kleinkindern. Dies belegt, dass der thermoregulatorische Mechanismus des Einschlafens bereits ab dem Säuglingsalter funktioniert.

Säuglinge DPG-Gradient Einschlaflatenz

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